Jesu, meine Freude - Bachs Notensammlung

Jesu, meine Freude - Bachs Notensammlung
Samstag 21 Sep 2019 20:00
Klosterbasilika Knechtsteden
Winand-Kayser-Straße / Ecke Klosterstraße
41540 Dormagen

Veranstaltungsinfos

Aus Bachs Notensammlung:

Johann Michael Bach:
„Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang“
„Nun hab ich überwunden“

Johann Christoph Bach:
„Unsers Herzens Freude hat ein Ende“
„Mit Weinen hebt sich an“
„Ach, dass ich Wassers gnug hätte“

Georg Muffat:
Suite "Sperantis Gaudia" für Streicher und Basso continuo

Johann Christoph Bach:
„Lieber Herre Gott, wecke uns auf“
„Wie bist du denn, o Gott, in Zorn auf mich entbrannt“
„Herr, wende dich und sei mir gnädig“

Johann Sebastian Bach:
„Ich lasse dich nicht“
„Jesu, meine Freude“

Ausführende

Veronika Winter, Verena Gropper - Sopran
Anne Bierwirth - Alt
Niels Giebelhausen - Tenor
Felix Schwandtke - Bass

Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Edzard Burchards - Leitung

19 Uhr Einführungsgespräch in der Klosterbibliothek
Verena Gropper, Hermann Max, Edzard Burchards
Bernd Heyder - Moderation

„Bachs Notensammlung“ ist kostbar und aufschlussreich, denn sie verrät viel über seine komponierenden Vorfahren, deren Werke er öfter aufführt und als Anregung für eigene Kompositionen nutzt. Realistisch spiegeln die meisten dieser Stücke schwere Zeiten wi-der. Aktuell sind sie, weil darin in scheinbar ausweglosen Situationen – wie Menschen sie heute wie damals ständig erleben – die Hoffnung auf eine bessere Welt Worte findet. Ein Beispiel ist Bachs eigene großartige Motette „Jesu, meine Freude“, in der er mit wech-selnden Besetzungen und beeindruckenden Harmonien zunächst bittere Erfahrungen von Menschen in schweren Zeiten schildert, ihnen aber schließlich durch Zuspruch Hoffnung und Lebensmut zurückgibt.
Johann Christoph Bachs kurze Motette „Ach, dass ich Wassers gnug hätten“ ist durch Text und Komposition eines der erschütterndsten Klagelieder in den späten Folgen des Dreißigjährigen Krieges und überhaupt eines der stärksten Musikstücke vor Johann Sebastian Bach. Es steht gnadenbedürftigen Klagen in den großen Opern von Monteverdi über Tschaikowski und Verdi bis zu heutigen Komponisten in nichts nach. Am Schluss mancher Stücke scheint die Forderung im Raum zu stehen, dass die Welt dringend eine bessere werden muss.

Konzert mit Pause. Veranstaltungsende ca. 22:00 Uhr.