New Model Army - Tickets

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Sie sind bekannt geworden als Protestband und heute eine gefestigte Größe in der britischen Musikszene: New Model Army. Die Independent Band steht für Rock, Punk und Folk, ohne sich dabei in ein bestimmtes Genre einzuordnen. New Model Army machen, was sie wollen und das mit Erfolg.

New Model Army haben schon viele ihrer Kollegen überlebt und sind noch immer im Geschäft. Seitdem sie sich Ende der 70er-Jahre in Bradford, Yorkshire, gegründet haben, sind sie quasi zu einer Institution in der britischen Musikwelt avanciert. Kein Wunder: Sie überdauerten die Amtszeit Margaret Thatchers, erleben Großbritannien nun in seiner Post-Brexit-Zeit und werden nicht müde, die Politik der USA zu kritisieren. Trotzdem sind sie keine politische Band, wie Sänger, Gitarrist und Frontman Justin Sullivan heute angibt. Doch zumindest früher waren sie das, wie die Geschichte der Band zeigt.

Für die frisch gegründete Formation wählen Frontman Sullivan und Bassist Stuart Morrow einen Namen, der eindeutig politisch anmutet: Denn die „New Model Army” war eine Parlamentsarmee gegen das Königtum im 17. Jahrhundert – ein Bandname mit Geschichte und Revolutionsgeist. In diesem Sinne versteht sich die Band zunächst als Sprachrohr der englischen Arbeiterklasse. Die ersten Platten sind sehr vom Post-Punk beeinflusst, teils melancholisch und geprägt von Justin Sullivans markanter, kraft- und gefühlvollen Stimme. Anfang der 80er-Jahre gelingt New Model Army erst der überregionale, dann der internationale Aufstieg. Mit der Coverversion von Ashley Cartwrights „51st State” schaffen sie den finalen Durchbruch. Die Rock-Version wird so populär, dass die Band den Song lange gar nicht mehr spielt, da er bekannter ist, als die Band selbst, wie Sänger Justin Sullivan einmal erklärt.

In ihren Songtexten verarbeiten New Model Army eigene Erfahrungen oder Geschichten, die sie bewegen, sie zeichnen poetische Bilder, aufgeladen von politischen Themen wie der Frage nach Gerechtigkeit, dem Sinn des Lebens, es geht ihnen um Umweltschutz und gesellschaftliche Missstände. Mit der Zeit entwickeln die Musiker ihren Stil stetig weiter, die Basslinien am Anfang weichen einer stärkeren Fokussierung auf Schlagzeug und Gitarre, was zwei ihrer wichtigsten Alben „Ghost of Cain” (1986) und „Thunder and Consolation” (1989) demonstrieren. Die Musiker sind unkonventionell, passen in kein Genre so richtig und bleiben sich mit ihren ausdrucksstarken Texten doch immer treu.

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